imageHappy Monday

Buckwheat Quiche with Leek and Bacon

“Solange du noch jung bist, solltest du die Gelegenheit nutzen und reisen…” Ein Gedanke der wahrhaftig ist. Ich genieße es in vollen Zügen neue Kulturen kennen zu lernen und meinen Platz in der Welt zu finden. Dazu muss gesagt werden, dass das gar nicht mal so einfach ist. Ich bin zwischen Kulturen aufgewachsen und konnte mich und wollte mich eigentlich auch nie für eine entscheiden, die Mischung macht’s! Ich picke mir also immer das heraus, was mir steht. Doch je öfter ich reise, merke ich doch, wie prägsam die Heimat ist (Heimat ist für mich allerdings nicht als Synonym für Kultur zu verstehen). Unter meinen deutschen Freunden bin ich die kleine Französin, in Frankreich oder eben jetzt hier, in Belgien, da bin ich ganz klar die Deutsche, die immer pünktlich ist, die gerne organisierte Strukturen vorfindet. Und so kann es gehen, dass ich nun plötzlich doch das Gefühl habe, vielleicht mein Leben in Deutschland planen zu wollen. Es geht hier nur um Entscheidungsfreiheit zwischen (Ess-)Kultur, sozialen Sicherheiten, Lebenshaltungskosten und Mentalitäten. Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse mir mein Jahr in Brüssel bringen wird. Was ist es, was das Leben in Deutschland zu meiner Priorität macht?

Letztens sprachen wir an der Uni über Kindheitserinnerungen, über Gerüche, die uns in die Nase steigen, wenn wir an Oma’s Backkünste denken, was wir essen, um uns ein Gefühl von Zuhause zu vermitteln. In diesem Zusammenhang lässt sich übrigens die Lektüre von Marcel Proust  über die Madeleine empfehlen:

No sooner had the warm liquid mixed with the crumbs touched my palate than a shudder ran through me and I stopped, intent upon the extraordinary thing that was happening to me. An exquisite pleasure had invaded my senses, something isolated, detached, with no suggestion of its origin. And at once the vicissitudes of life had become indifferent to me, its disasters innocuous, its brevity illusory – this new sensation having had on me the effect which love has of filling me with a precious essence; or rather this essence was not in me it was me. … Whence did it come? What did it mean? How could I seize and apprehend it? … And suddenly the memory revealed itself. The taste was that of the little piece of madeleine which on Sunday mornings at Combray (because on those mornings I did not go out before mass), when I went to say good morning to her in her bedroom, my aunt Léonie used to give me, dipping it first in her own cup of tea or tisane. The sight of the little madeleine had recalled nothing to my mind before I tasted it. And all from my cup of tea.
—Marcel Proust, In Search of Lost Time

imageimageimageimageimage Im neuen Sprachgebrauch auch unter dem Begriff “Comfort Food” bekannt, habe ich über das Freitagabend-Ritual bei mir zu Hause gesprochen: Quiche. Heute gibt es also Essen für die Seele in zweierlei Hinsicht: Zum Wohlfühlen und gleichzeitig durch Buchweizen voller beglückender Zutaten.

Zutaten für 1 Quiche:

  • 200 g Buchweizenmehl
  • 100 g Butter/Ghee
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei
  • 4 EL Wasser

Füllung

  • 3 Porree-Stangen
  • 300 g Speckwürfel
  • 2 Eier
  • 250 ml Sojasahne/Mandelsahne/Reissahne
  • Muskat
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Die Zutaten für den Teig kneten und eventuell Wasser hinzufügen, falls der Teig zu krümelig ist. Zu einer Kugel formen und 1 Stunde kühl stellen.
  2. Porree gut waschen und in Röllchen schneiden.
  3. Für die Füllung Speck in einer Pfanne erhitzen und anbraten. Beiseite stellen und im Fett die Porreeröllchen anbraten und ungefähr 10 Min. dünsten, bis sie weich sind. Würzen.
  4. Die Füllung aus Eier, Sahne und Gewürzen zubereiten.
  5. Eine Springform mit Backpapier auslegen, den Teig ausrollen und darin platzieren, den Rand zurecht schneiden und den Boden ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Das Gemüse und den Speck auf dem Boden verteilen und mit der Eicreme bedecken.
  6. Bei 200° ca. 20-25 Min. backen.

English

  • 200 g buckwheat flour
  • 100g butter or Ghee
  • 1 medium egg
  • 4 tbsp iced water
  • Salt
Filling
  • 3 leeks
  • 300 g bacon (in little cubes)
  • 2 eggs
  • 250 ml soy-cream or almond-cream
  • nutmeg
  • salt
  • pepper
  1. Pulse the flour and butter in a food processor until you have fine crumbs. Add the egg and water, and bring together into a ball. Roll the pastry in cling film and chill for at least 1 hour.
  2. Preheat oven 200°C. Clean leeks and cut into thin slices.
  3. Heat bacon in a large frying pan over medium heat. Add leeks and sprinkle with salt. Cook, stirring occasionally, until leeks are very tender, about 10 minutes.
  4. Lay crust in round spring pan. Add leek, bacon and egg-cream mixture and spread in an even layer. Bake about 20-25 minutes.

Notes

Created - Vor 6 Monaten

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